Der Geschmack des Urlaubslands –

Kulinarische Genussmomente in Franken

Der FrankenReporter Nr. 766 vom 15. August 2017rothenburg_weindorf.jpg

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Weinfeste im Herbst / Gütesiegel „Franken – Wein.Schöner.Land!“ / Hochgeistige Obsternte / Fangfrische Karpfen und Forellen / Wildbret aus Frankens weiten Wäldern / Deftige Klassiker / Ausgefallene Kräuterküche

 

Ob im „Taubertäler Weindorf“ in Bad Mergentheim (18. und 19. August 2017), beim „Weinlese-Fest an der Mainschleife“ in Volkach (30. September 2017), beim „Weinherbst Miltenberg“ (22. September bis 3. Oktober 2017) oder beim „Weinkulinarischen Märchen“ in Prichsenstadt (28. Oktober 2017): In den kommenden Wochen beginnt im Weinland Franken nicht nur die Lese im Weinberg, sondern auch die Hochsaison für Weinfeste. Sie sind eine ideale Gelegenheit, um Bekanntschaft mit den Köstlichkeiten zu schließen, die die fränkischen Winzer in ihren Weinkellern mit viel Fingerspitzengefühl ausgebaut haben. Silvaner und Müller-Thurgau, Weißer und Grauer Burgunder, Riesling und Kerner, Bacchus, Scheurebe und Traminer lieben die Böden und das milde Klima ebenso wie die „Roten“ in Frankens Weinbergen, darunter Portugieser, Schwarzriesling, Spätburgunder, Domina, Dornfelder, Acolon oder Regent.

 

Genussfeste mit Gütesiegel

Besonders schön lässt sich diese qualitätsvolle Weinvielfalt bei den Festen und weinkulturellen Veranstaltungen zelebrieren, die das Gütesiegel „Franken – Wein.Schöner.Land!“ tragen. Wer hier zu Gast ist, kann sich auf eine gepflegte Weinkultur, ein idyllisches Ambiente, auf fränkische Leckereien, eine freundliche und kompetente Weinberatung sowie natürlich auf ausgesuchte Weine aktueller Jahrgänge freuen. Rothenburg ob der Tauber etwa lädt zu seinem „Weindorf“ ein (16. bis 20. August 2017). Dieses Weinfest in der besonderen Atmosphäre der ehemaligen freien Reichsstadt bietet eine große Auswahl fränkischer Qualitätsweine und kulinarischer Spezialitäten. Vom 18. bis 20. August 2017 ist man beim Kirchenburgweinfest in Willanzheim-Hüttenheim zu Gast. Herrliche Fachwerkbauten umrahmen das Weinfest der „Flaakwinzer“ in Karlstadt (2. bis 4. September 2017) und beim „Kulinarischen Weinfest Nordheim“ feiert man mitten auf der Weininsel (8. bis 10. September 2017). Sommerachs kulinarische und kulturelle Höhepunkte offenbaren sich beim „Tag der offenen Winzerhöfe“ (2. und 3. September 2017).

 

Zum „Weinkulinarischen Spaziergang“ bittet Iphofen am 24. September 2017: Über 50 Akteure verwandeln zu diesem Anlass die historische Altstadt in eine Genussmeile. Wein-Flaneure erkunden die Dettelbacher Altstadt bei der „Wein & Genuss Schlenderei” (2. Oktober 2017), die von einem Drei-Gänge-Menü an drei verschiedenen Orten gekrönt wird. Tags darauf trifft man sich in Eibelstadt zum „Wein-Rendezvous“ im Rathaus. Hier bieten die Eibelstadter Winzer das Beste aus ihren Kellern zur Verkostung an.

 

Auch wenn der Sommer längst Abschied genommen hat und der Winter vor der Türe steht, kostet man den Geschmack von flirrender Hitze und reifen Trauben bei den Veranstaltungen von „Franken – Wein.Schöner.Land!“. Ein Höhepunkt ist dabei die „Nacht der offenen Weinkeller“ am 18. November 2017 in Würzburg. Den Abschluss der „Franken – Wein.Schöner.Land!“-Veranstaltungen in diesem Jahr bildet schließlich der „Hüttenheimer Hofgenuss“ (25. und 26. November 2017, www.franken-weinland.de/erlebnis/veranstaltungen).

 

Die schönsten Reiseanlässe zum Frankenwein

Das Qualitätssiegel „Franken – Wein.Schöner.Land!“ wird natürlich nicht nur besonders schönen Weinfesten verliehen, sondern schließt alle Facetten mit ein, die das Weinland Franken so besonders machen. Für alle Bereiche wurden eigene Auswahlkriterien entwickelt, die das hohe Qualitätsniveau dieser „Reisen zum Frankenwein“ garantieren. So empfiehlt „Franken – Wein.Schöner.Land!“ preisgekrönte Winzer und Weingüter, Jungwinzer, die sich bereits als herausragende Talente bewiesen haben, außergewöhnliche Vinotheken sowie Weingüter, die unter dem Motto „Zu Gast beim Winzer“ traumhafte Übernachtungsmöglichkeiten bieten. Dazu kommt, was einen Aufenthalt im Weinland Franken zu einem rundum gelungenen Erlebnis macht: Restaurants und Gasthäuser, Weinstuben und Heckenwirtschaften sowie feine Köstlichkeiten aus Weinfranken. Weindozenten und die „Gästeführer Weinerlebnis Franken“ vermitteln auf charmante Weise ihr Weinwissen und wer einer der „ArchitekTouren“ von „Franken – Wein.Schöner.Land!“ folgt, entdeckt herausragende Beispiele fränkischer Weinarchitektur.

 

Der Spätsommer ist auch eine ideale Zeit, um die einzigartige Landschaft im Weinland Franken für sich zu entdecken. Beste Aussichten, ungewöhnliche Landschaftsarchitektur mitten im Weinberg und Weinwissen vereinen zum Beispiel die Standorte von „terroir f – die magischen Orte des Frankenweins“. Bisher kann man diese Kombination an zehn „terroir f“-Orten, die auf besondere Weise die Vielschichtigkeit dieser Region ausstrahlen, erleben. Oder man startet zu einer Tour auf einem der Weinwanderwege, die das Qualitätssiegel tragen wie beispielsweise der „WeinKultTour Kolitzheim“, dem „Fränkischen Rotwein Wanderweg“, dem „Weinparadiesweg Ippesheim“ oder dem „Abt-Degen-Steig“ in Zeil a.Main (www.franken-weinland.de).

 

 

 

Die volle Frucht im Glas

Das Urlaubsland Franken beweist aber nicht nur beim Wein seine äußerst große Kompetenz. Unvergleichlich ist die fränkische Bierkultur: Nirgendwo sonst gibt es so eine große Dichte an Brauereien wie hier. Auch beim Thema „Hochgeistiges“ ist Franken eine der besten Adressen: Auf den Streuobstwiesen gedeihen Kirschen, Zwetschgen, Birnen, Mirabellen oder Quitten – und die Brenner, die unter anderem in der Fränkischen Schweiz, im Spessart-Mainland, in den Haßbergen, im Lieblichen Taubertal, im Romantischen Franken und im Fränkischen Seenland zu Hause sind, veredeln diese gesunden und aromatischen Früchte zu hochprozentigen Gaumenschmeichlern.

 

Welche Vielfalt dabei entsteht, kostet man am 4. und 5. November 2017 bei der „desta – Messe edler Brände“ in Volkach im Fränkischen Weinland (www.volkach.de). Wer die Eröffnung der Brennsaison mitfeiern will, ist bei „Beckstein brennt“ im Lieblichen Taubertal zu Gast (29. Oktober 2017, www.weinort-beckstein.de) oder nimmt in der Fränkischen Schweiz am „Tag der offenen Brennereien und Brauereien“ (15. Oktober 2017, www.schnaps-brennerei.com) rund um Kirchehrenbach teil. Übrigens: Das fränkische Obst schmeckt natürlich auch frisch hervorragend – und wenn im Herbst die Apfelernte ansteht, lohnt sich ein Besuch der Apfelmärkte, wie sie zum Beispiel in den Dörfern des Obermain•Jura im Kalender stehen (1. Oktober 2017 in Oberoberndorf, 8. Oktober 2017 in Kümmel und Romansthal, 15. Oktober 2017 in Stublang). Am 3. Oktober 2017 darf im Kreisgarten Banz bei Bad Staffelstein jeder Besucher selbst die Früchte vom Baum pflücken. Die Streuobstanlage unterhalb des Barockklosters Banz geht auf die Zeiten zurück, in denen tatsächlich noch Mönche im Kloster lebten (www.obermain-jura.de).

 

Fangfrisch auf den Tisch

Der Lebensweise der Mönche verdankt Franken noch so manch andere kulinarische Tradition. Nicht nur, dass die Mönche – und übrigens auch die Nonnen – hervorragende Bierbrauer waren: Sie erwiesen sich bereits vor Jahrhunderten als findige Fischzüchter. Ihr Erbe zeigt sich in den vielen Fischteichen und Fischzuchten Frankens, in denen Köstlichkeiten wie der Spiegelkarpfen heranwachsen. Besonders der Aischgrund im Steigerwald ist überzogen von den glitzernden Wasserflächen der Teiche. Im September beginnt wieder die Saison für Karpfen und viele weitere Fischspezialitäten, was sich auch im kulinarischen Veranstaltungskalender widerspiegelt. Im Romantischen Franken lässt man sich den Genuss aus dem Wasser bei der „Fisch-Erntewoche“ in Dinkelsbühl (28. bis 5. November 2017, www.fischerntewoche.de) oder bei den „Fisch- und Wildtagen“ in Feuchtwangen (31. Oktober bis 5. November 2017, www.artenreiches-land.de) schmecken. Der Steigerwald zelebriert seinen Karpfen bei den „Aischgründer Karpfenschmeckerwochen“ (1. September bis 1. November 2017, www.karpfenschmeckerwochen.de). Steht einem der Sinn mehr nach einer fangfrischen Forelle aus eigener Zucht, empfiehlt sich ein gastronomischer Ausflug beispielsweise in den Naturpark Altmühltal, ins Liebliche Taubertal, ins Fichtelgebirge, in die Fränkische Schweiz oder in die Region Coburg.Rennsteig.

 

Wilde Zeiten in der Küche

So wie die Teiche und Flüsse Frankens Natur prägen, tun dies auch seine ausgedehnten Wälder. Sie sind ein ideales Genussrevier, und gerade im Herbst schlägt die Stunde für köstlich zubereitetes fränkisches Wildbret. Serviert wird es etwa den ganzen Oktober über bei den „Wild- und Weinwochen“ im Spessart-Mainland: Perfekt werden die zarten Wildkreationen dabei durch die Rotweinempfehlungen der Wirte – und selbstverständlich stammen diese Weine auch aus der Region (www.spessart-mainland.de). Berching im Naturpark Altmühltal läutet am 9. September 2017 den „Wilden Herbst“ ein und serviert bis zum Ende des Monats regionale Köstlichkeiten aus Wald und Flur. „Ganz wild... auf Wild aus dem Frankenwald“ zeigen sich die Gastronomen rund um Kronach vom 2. bis 12. November 2017 und tischen unter anderem „Wildschweinfilet in Walnusskruste und Hagebuttensoße“ oder eine „gespickte Wildhasenkeule mit Birnen-Kürbisragout und Spätzle“ auf (www.frankenwald-kulinarisch.de).

 

Genuss von der Heide

Nicht aus dem Wald, dafür aber von der Heide kommt ein weiterer, typisch fränkischer Genuss: Den Sommer über haben sich die Herden der Wander- und Hüteschäfer an den Kräutern sattgefressen, was ihr Fleisch besonders zart und aromatisch macht. Das „Frankenhöhe-Lamm“ aus dem Romantischen Franken, das „Altmühltaler Lamm“ aus dem Naturpark Altmühltal oder das „Rhönschaf“ schmeckt nicht nur hervorragend, die Tiere dienen auch als „Landschaftsschützer auf vier Beinen“, die die artenreichen Heiden ihrer Heimat vor der Verbuschung bewahren.

 

Frankens deftige Seite

Die deftige Küche Frankens hält noch viele weitere Spezialitäten bereit: Am bekanntesten ist sicherlich die Bratwurst, obwohl es „die“ fränkische Bratwurst überhaupt nicht gibt. Fast jede Region hat ihr eigenes Rezept für ihren knusprig gebratenen Klassiker. Weltberühmt sind die kleinen und feinen „Nürnberger Rostbratwürste“, die man sich als „Drei im Weggla“ oder kombiniert mit Meerrettich, Kartoffelsalat oder Kraut auf dem Zinnteller servieren lässt – aufgrund ihrer Größe gerne auch gleich im Dutzend. Auch die Coburger Bratwurst ist eine herausragende Spezialität: Sie wird über offenem Feuer auf Kiefernzapfen gebraten. Die Ansbacher lieben ihre Bratwurst mit einer würzigen Majorannote und in Kulmbach wird sie in den „Anisstolla“ eingezwickt – einem länglichen Brötchen mit feiner Anisnote.

 

Zu den herzhaften Genüssen in Franken gesellen sich das „Schäuferla“ oder die Schlachtschüssel, die etwa in Schweinfurt, im Nürnberger Land, im Frankenwald oder im Fränkischen Seenland serviert wird. Ausschließlich im Nürnberger Land gibt es die „Vogelsuppe“, die traditionell am Donnerstag vor einer Kirchweih serviert wird: Sie besteht aus Rindfleisch sowie geschnetzelten Nieren und Herz von Rind und Schwein.

 

Veredelte Wildkräuter

Keine Sorge, bei all diesen „fleischlichen Genüssen“ beweist Franken auch einen außerordentlichen grünen Daumen. Ein hervorragendes Beispiel dafür ist die Initiative „Essbares Fichtelgebirge“: Eine Gruppe von Köchen hat sich hier den rund 1.000 verschiedenen Wildkräutern des Fichtelgebirges verschrieben und zaubert daraus unter anderem Kartoffelpralinen, Hirschholunderkonfekt und Wiesenkräutersalat. Sie gibt ihr Kräuterwissen gerne bei Kochkursen, Seminaren und gemeinsamen Wanderungen weiter – schließlich sind Frankens Küchentraditionen nicht nur ein genussvolles, sondern immer auch ein geselliges Erlebnis (www.essbares-fichtelgebirge.de).

 

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