Weißer Bock und Räucherator

Bamberger Bierkultur in der Fastenzeit

Der FrankenReporter Nr. 785 vom 15. März 2019bamberg_fastenbier.jpg

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Mit der Fastenzeit beginnt in Bamberg wieder die Fastenbier-Saison. Gemäß dem Grundsatz „liquida non frangunt ieiunium“ (Flüssiges bricht kein Fasten) brauten die Mönche der mittelalterlichen Klöster für die 40-tägige Fastenzeit vor Ostern ein stärkeres, nahrhaftes Bier, um bei Kräften zu bleiben. So war es auch in den Bamberger Klöstern – und noch heute ist die UNESCO-Welterbestadt dieser Tradition verpflichtet. Ausgeschenkt werden etwa das rauchige, unfiltrierte „Schlenkerla-Fastenbier“, der obergärige „Mahrs Weißer Bock“ – bei dem es sich überraschenderweise um einen dunklen Weizenbock handelt – oder der untergärige „Josephi-Bock“ der Brauerei Keesmann. Zumeist wird der Ausschank dieser Spezialitäten mit einem offiziellen Anstich am Aschermittwoch zelebriert. Auch im Bamberger Land haben viele Brauereien Spezialitäten für die Fastenzeit gebraut: So locken als „flüssiges Brot“ zum Beispiel der helle „Josefi-Bock“ der Huppendorfer Brauerei Grasser, das Fastenbier vom Typ „Belgisch Dubbel“ der Memmelsdorfer Brauerei Drei Kronen, der Rauch-Doppelbock „Räucherator“ der Merkensdorfer Brauerei Hummel oder das süffige „Rauchsüdla-Fastenbier“ der Schammelsdorfer Brauerei Knoblach.

Datum / Zeichen

FR-2019-03 / 1.426

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Bamberg | Steigerwald

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