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Ein perfekter Tag zwischen barocker Residenz und fränkischem Genuss in Ansbach

Ein Tag in Ansbach gleicht einem Spaziergang durch die Geschichte. Zwischen barocken Fassaden, romantischen Altstadtgassen, der prachtvollen Residenz und dem weitläufigen Hofgarten entfaltet die ehemalige Residenzstadt der Markgrafen ihren besonderen Charme. Kleine Cafés und Geschäfte, versteckte Innenhöfe und fränkische Spezialitäten machen den Aufenthalt abwechslungsreich und genussvoll.

Gruppe von Menschen betrachtet und zeigt auf ein historisches Gebäude mit großen Fenstern und Steinmauern.

10.00 Uhr – Tourist Information und Orientierung

Wir starten unseren Tag bei der Tourist Information im Stadthaus, mitten in der Ansbacher Altstadt gelegen. Hier erhalten wir wertvolle Tipps für unseren Aufenthalt und entdecken gleich zu Beginn eine interessante Ausstellung in der „Gotischen Halle“ des Gebäudes. An Samstagen findet rund um das Stadthaus der Wochenmarkt statt. Regionale Produkte in großer Vielfalt laden zum Probieren ein und geben einen ersten Eindruck von der kulinarischen Seite der Stadt.

10.30 Uhr – St. Gumbertus Kirche

Wir besuchen die ehemalige Hofkirche St. Gumbertus, eines der Wahrzeichen Ansbachs, deren markante Drei-Turm-Fassade das Stadtbild prägt. Im Inneren beeindruckt der barocke Saal ebenso wie die monumentale Wiegleb-Orgel, die nicht nur in Gottesdiensten, sondern auch bei zahlreichen Konzerten, etwa im Rahmen der renommierten Bachwoche, zu hören ist.

11.00 Uhr – Markgräfliche Residenz und Hofgarten

Wir schließen uns einer Führung durch die Markgräfliche Residenz an und lassen uns von dem prachtvollen Festsaal, dem glanzvollen Spiegelkabinett und den zahlreichen weiteren Räumen beeindrucken. Seit der Abdankung des letzten Markgrafen im Jahr 1791 blieb das Interieur nahezu unverändert – ein besonderer Glücksfall, der viele original erhaltene Möbelstücke und Wandteppiche erlebbar macht.

Im Anschluss spazieren wir durch den gegenüberliegenden Hofgarten mit seiner schlossartigen Orangerie. Zwischen Blumenbeeten und Pflanzenkübeln lässt sich gut nachvollziehen, wie einst der Hof hier flanierte.

12.00 Uhr – Typisch fränkische Gaumenfreuden

Der Hunger meldet sich, und wir kehren in eines der Ansbacher Restaurants ein. Auf der Speisekarte begegnet uns eine lokale Spezialität: die Ansbacher Bratwurst. Wir probieren sie klassisch gebraten mit Sauerkraut und Brot sowie als „Saure Zipfel“.

Darüber hinaus bietet die Stadt eine große Bandbreite fränkischer Küche. Vom selbstgejagten Wild im Boutique Hotel „Schwarzer Bock“ mit Bioland- und Slowfood-Zertifizierung bis zum auf vegane Küche spezialisierten Gasthaus „Kaspar Hauser“ ist für unterschiedliche Gästewünsche gesorgt. Auch der Bauernladen mit regionalen Produkten bietet einen Mittagstisch, ergänzt durch den idyllischen Beringershof als Ort zum Verweilen.

14.00 Uhr – Stadtfriedhof

Nach dem Mittagessen unternehmen wir einen Spaziergang zum Ansbacher Stadtfriedhof. Mit seinem architektonisch einzigartigen Gruften-Viereck zählt er zu den schönsten Gottesäckern Bayerns und besitzt einen ganz eigenen Charakter. Zurück in der Innenstadt gönnen wir uns eine kleine Pause bei einer Kaffeespezialität von „Green & Bean“, Ansbachs Kaffeespezialist.

16.00 Uhr – Ansbach zum Kennenlernen

Am Schlossplatz, vor der markanten Skulptur „Anscavallo“, beginnt die Führung „Ansbach zum Kennenlernen“. Bei dem Rundgang durch die Innenstadt erfahren wir mehr über die Markgrafen, die das Stadtbild nachhaltig geprägt haben, und hören die eine oder andere Anekdote. Besonders beeindruckend ist die barocke Synagoge, entworfen vom Hofbaumeister Leopoldo Retti, die bis heute weitgehend im Zustand ihrer Einweihung erhalten ist – eine echte Besonderheit.

18.00 Uhr – Abendessen im „Hürner“

Am Abend entdecken wir eine echte Ansbacher Institution: das Hürner-Bier. Im Restaurant „Hürner Brauhaus“ genießen wir den charaktervollen Sud, begleitet von fränkischen Spezialitäten auf hohem Niveau. Ein anschließender Spaziergang durch die beleuchteten, historischen Altstadtgassen rundet den Abend stimmungsvoll ab.

20.00 Uhr – Kultur pur

Zum Tagesabschluss widmen wir uns dem vielfältigen Kulturangebot der Stadt. Auch wenn gerade keine Rokoko-Festspiele, Kaspar-Hauser-Festspiele oder eines der anderen renommierten Festivals stattfinden, kommen Kulturinteressierte in Ansbach auf ihre Kosten – etwa bei einem Besuch im Theater Ansbach, das sich direkt gegenüber der Markgräflichen Residenz befindet.

Lust auf mehr?

Zwei Frauen stoßen mit Bierkrügen an, sitzen draußen an einem Tisch mit Essen in einer belebten Fußgängerzone.

Markgrafenmuseum

Wer tiefer in die Geschichte Ansbachs und des Markgrafentums eintauchen möchte, besucht das Markgrafenmuseum. Besonders eindrucksvoll ist die Ausstellung zu Kaspar Hauser, die das Schicksal des berühmten Findelkindes und sein tragisches Ende beleuchtet.

Museum Retti Palais

Der Hofbaumeister Leopoldo Retti begegnet uns in Ansbach immer wieder. 1743 erhielt er vom Markgrafen das direkt an den Hofgarten angrenzende Grundstück, auf dem das Retti Palais entstand – eines der bedeutendsten Bauwerke der Stadt. Nach umfassender Renovierung beherbergt das Palais heute ein Kunstmuseum mit Werken aus dem 16. bis 18. Jahrhundert, wechselnden Ausstellungen und moderner Kunst.

Skulpturenrundgang

Auf eigene Faust erkunden wir Ansbach noch einmal mit dem Fokus auf Kunst im öffentlichen Raum. Der Skulpturenrundgang führt zu mehr als 50 frei zugänglichen Kunstwerken im Stadtgebiet.

Jörg Hentschel und Claudia Büttner