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Ein perfekter Tag zwischen Barockstadt und Naturerlebnis in Eichstätt

Im Herzen des Naturpark Altmühltal liegt die Barockstadt Eichstätt. Historische Altstadt und moderne Architektur, Bischofs- und Universitätssitz – die Stadt an der Altmühl zeigt viele Gesichter. Rund um die Stadt lädt die Natur zu entspannten Urlaubserlebnissen beim Wandern, Radfahren oder Bootwandern ein.

Steinerner Brunnen mit Säule und Figuren, zwei Personen sitzen am Rand, historische Gebäude im Hintergrund.

10.00 Uhr – Willibaldsburg mit Jura-Museum, Museum für Ur- und Frühgeschichte und Bastionsgarten

Zum Auftakt des Tages unternehmen wir eine Reise rund 140 Millionen Jahre zurück. Vom Parkplatz an der Freiwasserstraße führt ein Spaziergang hinauf zur Willibaldsburg. Hier befindet sich mit dem Jura-Museum eines der eindrucksvollsten Naturkundemuseen Deutschlands. Die Ausstellung widmet sich der Welt der Fossilien: Fische, Krokodile, Krebse und Flugsaurier, die einst den Raum Eichstätt bevölkerten und als Versteinerungen im Kalkstein der Region überliefert sind. Zu den Höhepunkten zählt ein Original des Urvogels Archaeopteryx, der im gleichnamigen Saal im Mittelpunkt steht und die Evolution der Vögel und des Fliegens veranschaulicht.

Im Schutz der Burgmauern liegt zudem der Bastionsgarten. Er knüpft an den weltberühmten „Hortus Eystettensis“ an, dessen Pflanzenwelt in einem der prachtvollsten Gartenbücher der Welt verewigt wurde. Die Beete sind daher wie Buchseiten angelegt.

12.00 Uhr – Mittagessen in der Altstadt

Kulinarisch profitiert Eichstätt von seiner Lage zwischen Altbayern, Franken und Schwaben. Die Küche vereint die traditionellen Gaumenfreuden dieser drei Regionen und wird durch internationale Angebote ergänzt, darunter italienische, griechische, indische und vietnamesische Küche.

13.30 Uhr – Öffentliche Stadtführung „Eichstätt zum Kennenlernen“

Am Nachmittag schließen wir uns der öffentlichen Stadtführung „Eichstätt zum Kennenlernen“ an. Der Rundgang führt zu den Höhepunkten der Stadt, in der einst die Eichstätter Fürstbischöfe regierten. Ihr Einfluss prägt das Stadtbild bis heute, besonders sichtbar an den eleganten Barockbauten. Das Ensemble am Residenzplatz zählt zu den eindrucksvollsten Beispielen. Tickets sind kurz vor Führungsbeginn in der Tourist-Information erhältlich, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

15.00 Uhr – Kaffee am Herzschlag der Stadt

Für die Kaffeepause wählen wir den Marktplatz, an dem das Leben Eichstätts pulsiert. Vom Café im Paradeis oder der Chocolatique genießen wir den Blick auf das geschäftige Treiben.

16.00 Uhr – Informationszentrum Naturpark Altmühltal mit Biotopgarten

Gestärkt spazieren wir weiter zum ehemaligen Kloster Notre Dame de Sacré Coeur. Der Bau mit seiner freskengeschmückten Kuppelhalle ist ein weiteres Beispiel barocker Eleganz und beherbergt heute das Informationszentrum Naturpark Altmühltal. In der interaktiven Ausstellung begegnen wir der Musik des hier geborenen Komponisten Christoph Willibald Gluck, hören regionale Dialekte, treffen auf römische Legionäre oder die Faschingsgestalten der „Fasenickl“. Im Innenhof verbirgt sich mit dem Biotopgarten ein grünes Kleinod.

17.00 Uhr – Ausklang im Hofgarten der Sommerresidenz

Zum Abschluss des Tages schlendern wir durch den barocken Hofgarten der ehemaligen Sommerresidenz. Die verschiedenen Gartenzimmer, die harmonische Gestaltung und das Arboretum mit teils exotischen Bäumen unterstreichen den grünen Charakter der Stadt.

Für einen genussvollen Tagesausklang bietet sich die Eichstätter Gastronomie an. Viele Restaurants und Gasthöfe sind vom Hofgarten aus bequem zu Fuß erreichbar. Wer den Abend kulturell ausklingen lassen möchte, findet im Veranstaltungskalender der Stadt passende Angebote.

Lust auf mehr?

Paar mit Rucksäcken wandert auf einem Grasweg mit einem steinernen Wegweiser und bewaldetem Hügel im Hintergrund.

Besuch des Figurenfeldes

In einer Mulde zwischen Eichstätt und Landershofen liegt das Hessental. Hier schuf der Eichstätter Bildhauer Alois Wünsche-Mitterecker mit dem Figurenfeld ein eindrucksvolles Mahnmal gegen Krieg und Gewalt. Eine Rundwanderung auf Weg Nr. 8 (grüne 8 auf gelbem Grund) führt durch das Areal (Strecke ca. 3 km, Dauer ca. 60 Minuten).

Glanzlichter moderner Architektur

Eichstätt gilt als Anziehungspunkt für Architekturinteressierte. Karljosef Schattner und seine Nachfolger als Diözesanbaumeister schufen ein vielfach ausgezeichnetes Zusammenspiel aus historischer Bausubstanz und moderner Architektur. Ein Spaziergang verbindet die wichtigsten Gebäude (Dauer ca. 1–3 Stunden).

Kloster-, Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Walburg

Die Kirche St. Walburg beherbergt das Grab der heiligen Walburga in einer Gruftkapelle mit mittelalterlicher Grabanlage. Sie zählt zu den bedeutendsten Wallfahrtsstätten der Region. Ein Klosterladen ergänzt den Besuch (Dauer ca. 1 Stunde).

Jörg Hentschel und Claudia Büttner