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Ein perfekter Tag zwischen Kunst, Altstadt und Naturerlebnissen in Schweinfurt

Schweinfurt befindet sich im Wandel: Vom klassischen Industriestandort hat sich die Stadt in den vergangenen Jahrzehnten zu einer lebendigen Kunst- und Kulturstadt am Main entwickelt. Hochkarätige Museen, eine sanierte Altstadt mit spannenden architektonischen Kontrasten sowie die Nähe zu Weinlandschaften prägen das Stadtbild und schaffen eine entspannte urbane Atmosphäre.

Mann und zwei Kinder füttern Ziegen in einem Gehege mit Holzturm und Bäumen im Hintergrund.

09.00 Uhr – Bummel durch die Altstadt

Die Geschichte Schweinfurts reicht bis ins Mittelalter zurück, als die Stadt eine bedeutende freie Reichsstadt war. Beim Rundgang durch das Zentrum entdecken wir liebevoll sanierte Ecken und Winkel der Altstadt, die Stadtmauer mit ihren Türmen, Stadtkirchen und Museen. Herzstück ist der Marktplatz mit dem Renaissance-Rathaus als markantem Blickfang. Im Stadtteil Zürch präsentieren sich Kopfsteinpflastergassen sowie kleine Wohn- und Handwerkshäuser in neuem Glanz. Die Tourist-Information Schweinfurt 360° im Rathaus am Marktplatz hält Vorschläge für individuelle Stadtrundgänge bereit.

11.00 Uhr – Auf ins Museum

Das Museum Georg Schäfer zeigt eine herausragende Sammlung deutscher Malerei und Zeichenkunst des 19. Jahrhunderts. Der preisgekrönte Museumsbau beherbergt die weltweit größte Sammlung von Werken Carl Spitzwegs. Berühmte Gemälde wie „Der Bücherwurm“, „Der Kaktusliebhaber“ oder „Der abgefangene Liebesbrief“ sind ebenso zu sehen wie Arbeiten von Caspar David Friedrich, Max Liebermann oder Max Slevogt.

Die Kunsthalle Schweinfurt knüpft zeitlich an das Museum Georg Schäfer an und präsentiert Bilder, Skulpturen und Installationen der klassischen Moderne sowie der Zeit nach 1945 in Deutschland. Der umfassende Blick auf die deutsche Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts ist in Süddeutschland einzigartig. Auch das Gebäude selbst ist bemerkenswert: Bis 2024 diente die Kunsthalle als Schwimmbad.

13.00 Uhr – Mittagspause

Nach Stadt- und Kunsterlebnissen gönnen wir uns eine Pause. In der Innenstadt laden zahlreiche kleine Bistros und Cafés zum Verweilen ein, etwa die Mainbar, die Weinstube Dahms, eine kleine Kaffeerösterei oder das Café Pictura im Museum Georg Schäfer.

14.00 Uhr – Schweinfurts grüne Lungen entdecken

Schweinfurt überrascht mit einer Vielzahl grüner Oasen in unmittelbarer Stadtnähe, die sich entdecken lassen, beispielsweise der Wildpark Schweinfurt oder die Ausblicke auf dem Panorama-Rundweg.

Der ganzjährig geöffnete und kostenfreie Wildpark Schweinfurt ist ein beliebtes Ausflugsziel. Über 53 Tierarten lassen sich hier beobachten. Der Park vermittelt Wissenswertes über regionale Tierwelt, bedrohte Lebensräume und tierische Verhaltensweisen. Im Streichelzoo ist direkter Kontakt mit den Tieren möglich, ein Spaziergang durch den angrenzenden Stadtwald rundet das Naturerlebnis ab.

Der Panorama-Rundweg „Höllental & Mainblick“ führt auf der Anhöhe zwischen Schweinfurt und Mainberg. Die etwa acht Kilometer lange Wanderung bietet weite Ausblicke auf den Main, die Stadt und die Region. An zwölf Stationen informieren Tafeln über Natur und Landschaft, Wein und Main sowie Geschichte und Kultur.

17.30 Uhr – Fränkische Küche genießen

Nach einem erlebnisreichen Tag lassen wir uns kulinarisch verwöhnen. Die Ross-Stuben am Wichtermann-Platz oder das Brauhaus am Marktplatz servieren typisch fränkische Küche. Besonders stimmungsvoll ist auch ein Besuch im „Türmle“, der kleinsten Weinstube Schweinfurts direkt an der Stadtmauer. Hier genießen wir einen fränkischen Silvaner und eine deftig-rustikale Brotzeit in historischem Ambiente.

Genuss am Abend

Der Abend steht im Zeichen der Kultur. Das Theater Schweinfurt präsentiert in seiner Ersatzspielstätte im Gemeindehaus ein vielseitiges Programm aus Schauspiel, Musik und Tanz. Ergänzt wird das Angebot durch die Kulturwerkstatt Disharmonie mit Kabarett, Comedy, Jazz und Konzerten – ein lebendiger Ort für kreative Begegnungen.

Lust auf mehr?

Drei Personen gehen auf einem Holzsteg zu einem Gebäude mit Holzfassade und Schild „Steigerwald Zentrum“.

Tour durch das Schweinfurter Oberland 

Die hügelige Landschaft der Haßberge mit Bachläufen, Tälern und kleinen Dörfern bietet abwechslungsreiche Eindrücke. Sehenswert sind der Marktplatz in Stadtlauringen mit seinem Fachwerkensemble sowie Oberlauringen, wo der Dichter Friedrich Rückert wirkte. Ein Besuch im Friedrich.Rückert.Poetikum ist empfehlenswert. Den Abschluss bildet eine Einkehr im Forsthaus Wetzhausen mit hausgemachten Kuchen und Torten (Dauer: ca. 3–5 Stunden).

Den Steigerwald entdecken 

Im Weinpanorama Steigerwald lernen wir die Stadt Gerolzhofen mit ihren historischen Bauwerken wie dem mittelalterlichen Rathaus oder dem Steigerwalddom kennen. In Handthal vermittelt das Steigerwald-Zentrum spannende Einblicke in den Lebensraum Wald. Ein besonderer Höhepunkt ist der terroir f am Stollberg – ein Aussichtspunkt in Frankens höchstgelegener Weinlage, der Natur, Genuss und Weitblick verbindet (Dauer: ca. 3–5 Stunden).

Fahrt ins Fränkische Weinland 

Eine Tour führt zu Schloss Werneck, in idyllische Winzerdörfer und mittelalterliche Städtchen mit typischen Fachwerkhäusern. Entlang des Mains zeigt sich die fränkische Weinlandschaft mit ihren kultur- und kunsthistorischen Besonderheiten. Optional ist eine Einkehr bei einem Winzer möglich (Dauer: ca. 3–5 Stunden).

Jörg Hentschel und Claudia Büttner