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Anstoßen auf die Schützentradition

594. Schlappentag in Hof im Fichtelgebirge

Am 1. Juni 2026 feiert Hof seinen Schlappentag – und das bereits zum 594. Mal. Damit pflegt die Stadt im Fichtelgebirge eine der ältesten Handwerks- und Schützentraditionen Deutschlands. 1430 überfielen die Hussiten die Stadt und ließen sie in völliger Verwüstung zurück. Der Markgraf von Brandenburg gewährte den Hofer:innen für die Zeit des Wiederaufbaus Steuerfreiheit, machte aber zur Bedingung, dass die Männer zur Verteidigung regelmäßig Schießübungen durchführten. Ab 1432 machte sich die neue, meist aus Handwerkern bestehende Schützengilde einmal im Jahr ans Üben. Die Männer taten dies allerdings meist erst am letztmöglichen Tag und eilten schnell noch in ihren Arbeitsschlappen zum Schießplatz. Daraus entwickelte sich der jährliche Festtag. Höhepunkt ist der traditionelle Umzug, der am Morgen am Rathaus beginnt und zum Schießgelände führt. Begleitet wird das Programm von Wettbewerben, einer historischen Führung sowie geselligen Angeboten. Eng verbunden ist der Schlappentag mit dem eigens gebrauten Schlappenbier, das traditionell ausgeschenkt wird.

Links

www.hof.de

Datum / Zeichen

FR-2026-05 / 1.094

Schlagworte

Hof | Fichtelgebirge | Kulinarik

Schlappentag

Hof | Fichtelgebirge
Jörg Hentschel und Claudia Büttner