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Zwischen Metzgerbrett und Michelin-Stern –

Genussmomente in den Fränkischen Städten

Traditionelle Spezialitäten, kreative Küchenideen und handwerkliche Braukunst machen Appetit auf die FrankenTourismus-Kampagne „Genussmomente“. Dafür haben die Partner der Arbeitsgemeinschaft „Die Fränkischen Städte“ jeweils eine kulinarische Besonderheit ausgewählt. Sie zeigen damit, wie vielfältig fränkische Genusskultur heute ist, und stellen ihre kulinarischen Aushängeschilder auf der gemeinsamen Städte-Website vor (www.die-fraenkischen-staedte.de/genussmomente). Was genau hier serviert wird, zeigt das folgende Listicle.

Schlotengeli und saure Zipfel: Ansbacher Bratwurst

Wer genüsslich in eine Ansbacher Bratwurst beißt, lässt sich zugleich ihre lange Geschichte schmecken: Erstmals urkundlich erwähnt wurde sie im Jahr 1430, als ihre Qualitätsvorgaben festgeschrieben wurden – somit verfügt die Bratwurst über ein Reinheitsgebot, das älter ist als das für bayerisches Bier. Daran halten sich die Metzger:innen der Stadt auch heute noch. Gerne wird die Ansbacher Bratwurst in der Pfanne gebraten, dazu werden Sauerkraut und Schwarzbrot gereicht. Sehr beliebt sind außerdem die in einem würzigen Sud gegarten „Sauren Zipfel“ oder die „Schlotengeli“ als geräucherte Variante.

Köstliche Fusion: Aschaffenburger Brizza

Aschaffenburg bringt eine kulinarische Fusion aus Italien und Bayern auf den Teller: die Brizza! Mittlerweile hat sie viele weitere Restaurants in Deutschland erobert, erfunden wurde sie jedoch 2020 im Aschaffenburger „Wurstbendel“. Jennifer Zeller ist die Chefin dieses gemütlichen Traditions-Wirtshauses. Gemeinsam mit ihrem Bruder Sascha wollte sie die traditionelle Breze einmal anders in Szene setzen. Daraus entstand die Brizza, bei der sich zum Brezelboden ein außen knuspriger und innen fluffiger Brezelrand gesellt und man beim Belag aus vielen Varianten wählen kann – vom „Franken“ mit Sauerkraut und Nürnberger Rostbratwürstchen bis zum „Griechen“ mit Oliven und Hirtenkäse.

Feurige Leidenschaft: Bamberger Rauchbier

Der Geschmack des legendären Bamberger Rauchbiers ist einzigartig, markant – und natürlich rauchig. Er kommt durch eine früher weit verbreitete, aber heute fast vergessene Methode ins Bier: Bis ins 19. Jahrhundert wurde das Malz direkt über dem heißen Rauch eines offenen Holzfeuers getrocknet. Mit der Einführung rauchfreier Trocknungstechniken galt diese Methode lange als überholt und wurde erst später wiederentdeckt. In Bamberg jedoch ist sie nie ganz verschwunden und hat eine treue Fangemeinde. 2017 wurde das Bamberger Rauchbier von Slow Food deshalb in die „Arche des Geschmacks“ aufgenommen.

Quartett der Bierkultur: Bayreuther Braukunstwelt

„4 Zutaten, 1.000 Möglichkeiten“ ist das Motto der Bayreuther Braukunstwelt auf dem Brauereigelände von Maisel & Friends. Sie zeigt, wie aus Wasser, Malz, Hopfen und Hefe sowie mit der Leidenschaft der Braumeister:innen eine beeindruckende Vielfalt an Aromen und Bierstilen entsteht. Interaktive Stationen erklären die Bedeutung jeder einzelnen Zutat für den Brauprozess. Für die Entwicklung der Braukunstwelt hat sich die Brauerei erfahrene Expert:innen aus Hopfen- und Malzhandel sowie der Wissenschaft ins „Freunde-Boot“ geholt – für geballtes Expertenwissen an einem Ort.

An der Tafel des Herzogs: Coburgs Hoflieferanten

Hoflieferant – das klingt noch heute nach erlesener Qualität und nach Gaumenfreuden, die gut genug für die fürstliche Tafel waren. In Coburg, einst eine der Residenzstädte des Doppelherzogtums Sachsen-Coburg und Gotha, sind einige dieser traditionellen Betriebe noch heute aktiv. In der Feinbäckerei Feyler zum Beispiel sind die Coburger Schmätzchen und Meisterlebkuchen erhältlich, mit denen es Konditormeister Wilhelm Feyler einst zum Hoflieferanten brachte. Auch die Konditorei und Kaffeerösterei Schubart sowie die Weinhandlung Oertel belieferten einst den herzoglichen Hof und in der Hof-Apotheke wird der Hof-Likör hergestellt. Das Rezept dafür wurde bei Grabungen wiederentdeckt.

Zweifache Genuss-Spitze: Deutsches Haus Dinkelsbühl

In der Dinkelsbühler Altstadt vereint das Hotel Deutsches Haus mit dem Altdeutschen Restaurant und dem Restaurant in der Ehemaligen Sparkasse zwei kulinarische Welten. Beide stehen für exzellenten Geschmack und kompromisslose Qualität. Heimat das Altdeutschen Restaurants ist ein denkmalgeschütztes Patrizierhaus aus dem 15. Jahrhundert. Seine kreative Fine-Dining-Küche interpretiert die fränkischen Klassiker neu. Modern, offen und puristisch präsentiert sich das Restaurant in der Ehemaligen Sparkasse. Es serviert die fränkischen Klassiker zeitgemäß, frisch und leicht – und ausschließlich mit Bio-Produkten.

Zarte Kost von der Heide: „Altmühltaler Lamm“ in Eichstätt

In Eichstätt treffen durch seine Lage ganz im Süden Frankens fränkische, schwäbische und altbayerische Küchentraditionen zusammen. Eine besondere Rolle spielt hierbei das „Altmühltaler Lamm“. Wenn die Herden über die steilen Hänge rund um die Stadt ziehen, verhindern sie, dass sich Bäume und Büsche auf den artenreichen Wacholderheiden ausbreiten. So schützen sie einen sensiblen Lebensraum. Durch das kräuterreiche Futter wird auch ihr Fleisch zart und aromatisch. Wo man es sich in Eichstätt schmecken lassen kann, erkennt man am Siegel „Altmühltaler Lamm“.  

Dinner mit Freunden: Genuss-Festival in Erlangen

Einmal im Jahr wird Erlangen bei seinem Genuss-Festival zur Bühne für außergewöhnliche kulinarische Erlebnisse. Höhepunkt ist das Gala-Dinner „Cooking with Friends“, bei dem Spitzenköch:innen gemeinsam ein raffiniertes Mehrgänge-Menü präsentieren. Außerdem stehen in ausgewählten Restaurants der Stadt exklusive Dinnerabende auf dem Festivalprogramm – von Traditionshäusern bis hin zu kreativen Pop-up-Locations. Zum kulinarischen Spaziergang in die Geschäfte der Erlanger Innenstadt lädt die Genuss-Safari ein. Hier servieren die Einzelhändler:innen Häppchen und schaffen so einen Dialog zwischen Handel, Gastronomie und Gästen.

Rein in die Reifekammer: Metzgereien-Streifzug durch Forchheim

Die Geheimnisse des herzhaften fränkischen Genusses enthüllt der Metzgereien-Streifzug durch den Forchheimer Familienbetrieb Schweizer & Reif. Beim Gang durch die „heiligen Hallen“ steht vor allem eine Frage im Fokus: Was unterscheidet eine hausgemachte Forchheimer Bratwurst vom Standard-Grillgut aus dem Supermarkt? Gemeinsam mit dem Metzgermeister verfolgen die Teilnehmenden den Weg vom frischen Fleisch bis zum verführerischen Bratwurstaroma auf dem Holzkohlegrill, sie dürfen sich in der Reifekammer die ein oder andere Scheibe abschneiden und kosten zum Abschluss eine frisch gegrillte Bratwurst und ein Seidla Forchheimer Bier.

Backstube im Grünen: Stadtparkcafé in Fürth

In Fürth haben Laura Schaller und ihr Partner Alex Kurio mit viel Herzblut das Café im Stadtpark neu belebt. Gleichzeitig bewahren sie den besonderen Charakter des Hauses: Erbaut wurde es 1951 als Milchgaststätte. Alex Kurio hat sich im früheren Eistruhenhaus zudem eine Backstube eingerichtet, in der der Bäckermeister täglich Kuchen, Gebäck und Brote in Bio-Qualität und so weit wie möglich aus regionalen Zutaten fertigt. Das inspiriert maßgeblich die Speisekarte des Cafés. Während der Sommermonate betreibt das Café außerdem die angrenzende Freilichtbühne mit Kino, Musik und Comedy-Veranstaltungen.

Wissen aus dem Kupferkessel: Kulmbacher Museumsbrauerei

In der „Gläsernen Brauerei” des Bayerischen Brauereimuseums in Kulmbach steht Sebastian Hackner am Sudkessel. Der diplomierte Braumeister zeigt den Gästen, wie aus Malz, Hopfen, Wasser und Hefe das flüssige Gold entsteht, und erklärt den Brauprozess Schritt für Schritt – vom Schroten und Maischen über das Würzekochen bis hin zur Gärung und Reifung. Mit ihrem 7-Hektoliter-Sudwerk ist die „Gläserne Brauerei“ nicht nur Schaubühne, sondern eine echte Handwerksbrauerei, in der die naturbelassenen Museumsbiere – unfiltriert und unpasteurisiert – entstehen. Und wenn der Probierschluck gereicht wird, versteht man, warum in Kulmbach die Bierkultur so hochgehalten wird.

Kostproben der Stadtgeschichte: Vegane Stadtführung in Nürnberg

Nürnberg zeigt, dass Genuss auch ganz ohne tierische Produkte ein echtes Erlebnis sein kann. Bei der neuen veganen Tour von „Wie schmeckt meine Stadt“ geht es auf kulinarische Entdeckungsreise durch die Altstadt. Der Rundgang ist ideal für alle, die mehr über die Stadtgeschichte lernen und gleichzeitig kulinarisch innovative Gastgeber:innen kennenlernen wollen. Ob würzige Streetfood-Snacks, raffinierte Patisserie oder herzhafte warme Gerichte – jede Station bietet eine Kostprobe. Die Betriebe, die auf dem Weg liegen, setzen nicht nur auf saisonale und regionale Zutaten, sondern greifen oft auch soziale Aspekte auf – beispielsweise inklusive Arbeitskonzepte oder besondere Gemeinschaftsprojekte.

Taubertal Gourmet Tour: Rothenburger Genusswochenende

Rothenburg ob der Tauber ist Ausgangspunkt für die „Taubertal Gourmet Tour“, die sich bestens für ein kulinarisches Wochenende anbietet. Gestartet wird in der Rothenburger „Villa Mittermeier“. Christian Mittermeier und sein Team – Küchenchef Thorsten Hauk wurde 2025 mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet – stehen für moderne Kulinarik mit internationalem Anspruch. Zweite Station ist der Adelshofener Ortsteil Tauberzell. Dort betreibt Lars Zwick das Landhaus zum Falken. Hier gibt es ehrliche Küche mit Handwerk und Haltung: Das Landhaus wurde mit dem „Grünen Stern“ des Guide Michelin für sein Engagement in Sachen Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Zum Abschluss lädt in Auernhofen, einem Ortsteil von Simmershofen, Christian Stahl auf den Winzerhof Stahl ein. Internationale Prämierungen und das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Restaurant machen diesen Ort zum Gesamtkunstwerk.

Tradition vom Metzgerbrett: Schweinfurter Schlachtschüssel

Im traditionsreichen Hotel Ross wird mit der Schweinfurter Schlachtschüssel ein kulinarisches Kulturgut der Stadt gepflegt. Sie ist ein uriges Gesamterlebnis, das sogar als Immaterielles Kulturerbe anerkannt ist. Vor allem aber ist die Schlachtschüssel ein geselliges Erlebnis, denn es braucht dafür ab 15 Personen aufwärts. Diese nehmen im Hotel Ross an langen Tafeln Platz, dann folgen bis zu sieben Gänge. Bei jedem werden verschiedene Teile vom frisch gekochten Schwein kredenzt, vom Bauch über Kamm, Bug, Stich bis hin zu Ohren, Rüssel und Zunge. Begleitet werden die Gänge von Sauerkraut, Bauernbrot und Frankenwein. Serviert wird direkt vom Metzgerbrett – einer blanken Holztafel –, immer begleitet von Geschichten, Lachen, Musik oder Gesang des Ross-Teams.

Stern im Mainviertel: Restaurant MiZAR in Würzburg

In Würzburg haben sich Konstantin Kuntzsch und Florian Mack in einem Fachwerkhaus im Alten Mainviertel ihren Traum vom Gourmetrestaurant erfüllt. Seit 2024 überzeugt ihr MiZAR mit dem minimalistischen Stil von Küchenchef Konstantin Kuntzsch, Sommelier und Gastgeber Florian Mack stellt mit viel Gefühl für perfekte Kombinationen Weine ausschließlich aus Franken zusammen. Bereits wenige Monate nach der Eröffnung erhielten Konstantin Kuntzsch und Florian Mack für ihr Restaurant drei rote Hauben im Gault&Millau Restaurantguide, ehe sie 2025 mit einem Stern vom Gourmetführer Guide Michelin gewürdigt wurden. Damit zählt das MiZAR zu den besten Fine-Dining-Adressen in Franken.

 

FrankenTourismus
Pretzfelder Straße 15, 90425 Nürnberg
Telefon 0911/94151-0, Fax 0911/94151-10
info@frankentourismus.de
www.frankentourismus.de

Links

www.frankentourismus.de
www.die-fraenkischen-staedte.de

Datum / Zeichen

02. März 2026 / 11.615

Hirte mit Schafherde auf Wiese vor bewaldetem Felsen und blauem Himmel im Hintergrund

Altmühltaler Lamm

Eichstätt | Naturpark Altmühltal

Backstube im Grünen

Fürth | Städteregion Nürnberg

Bratwurst

Ansbach | Romantisches Franken
Personen betrachten eine Ausstellung über Hopfen in einem dunklen Raum mit beleuchteten Tafeln und einem Bildschirm.

Braukunstwelt

Bayreuth | Fichtelgebirge
Zwei Personen stehen vor einer Backsteinwand. Eine Frau in Tracht hält ein Holzbrett mit einer Brizza.

Brizza

Aschaffenburg | Spessart-Mainland

Deutsches Haus

Dinkelsbühl | Romantisches Franken
Drei Köche in einer Restaurantküche, die kochen und lachen.

Genuss-Festival

Erlangen | Städteregion Nürnberg

Genusswochenende

Rothenburg o.d.T. | Romantisches Franken
Ein Glas und eine kleine Flasche mit Likör stehen auf einem Holztisch im Freien vor einem Gebäude.

Hoflieferanten

Coburg | Coburg.Rennsteig
Mann mit Schürze hält zwei Stangen mit Weißürsten vor einer Theke mit hängenden Würsten.

Metzgereien-Streifzug

Forchheim | Fränkische Schweiz
Mann in blauem Hemd hält Probe mit goldenem Bier vor kupferfarbenem Braukessel mit Schaum.

Museumsbrauerei

Kulmbach | Frankenwald
Person in blauer Latzhose legt Holzscheit in einen Ofen in einem Backsteingebäude.

Rauchbier

Bamberg | Steigerwald
Zwei Teller mit kunstvoll angerichteten Speisen auf einem Holztisch, ein großer und ein kleiner Teller.

Restaurant MiZAR

Würzburg | Fränkisches Weinland
Kellnerin serviert Essen an Tisch mit drei Gästen in Restaurant mit Holzmöbeln und Weingläsern.

Schlachtschüssel

Schweinfurt | Fränkisches Weinland
Fünf Personen stehen an einer Steinmauer an einem Fluss vor einer historischen Brücke mit Turm bei sonnigem Wetter.

Vegane Stadtführung

Nürnberg | Städteregion Nürnberg
Jörg Hentschel und Claudia Büttner